So heben wir Ihre Produktivität auf das nächste Level

FOKUS PERFORMANCE

Stillstand ist in der modernen Druckindustrie mehr als nur ein technisches Problem – er ist eine Unterbrechung des unternehmerischen Pulsschlags. Unser neuer Performance-Ansatz demonstriert, wie Schwachstellen im System gezielt in hocheffiziente Prozesse überführt werden. Eine Reise von der Fehlerdiagnose zur vollen Potenzialentfaltung.

Die Druckbranche steht unter Strom. Wer heute wettbewerbsfähig bleiben will, darf sich keinen Stillstand erlauben – weder an der Maschine noch im Prozess. Mit den neuen Performance Service Products (PSP) bieten wir ein modulares System, das genau hier ansetzt. Im Kern geht es dabei um Transparenz und Optimierung. Viele Kunden wissen, dass ihre Maschine gut läuft, aber sie ahnen nicht, dass noch mehr Netto-Leistung möglich ist. Unsere PSP-Reihe ist wie ein Stufensystem aufgebaut: vom eintägigen Quick Check PRINT über die viertägige Prozessanalyse bis hin zum achttägigen Improvement-Paket.

Unsere Performance-Module auf einen Blick

DauerIhr Benefit

Quick Check PRINT

1 Tag

Schnelle Status-Analyse ohne Produktionsunterbrechung

Process Analysis

4 Tage

Identifikation von Potenzialen, inkl. detaillierter Dokumentation

Improvement Print Production

8 Tage

Steigerung des Outputs, Abfallreduzierung & intensives Training

Das Beste direkt vorab: Die Produktion läuft weiter! Dank des neuen digitalen Tools (Quick Check PRINT App) können wir ohne Stillstandzeiten systematisch durch den Druckprozess gehen. Nach einem Tag erhält der Kunde ein erstes kurzes Feedback zum Status seiner Druckmaschine – inklusive Empfehlung für die Produktionsabsicherung und das Performance Improvement seiner Maschine

Ein Beispiel: Ein Verpackungsdrucker in Süddeutschland hatte trotz moderner Rapida 106 mit zu hohen Rüstzeiten und übermäßiger Makulaturquote zu kämpfen. Also haben wir die Prozessanalyse gestartet. Über Tools wie myKyana, die Daten der LogoTronic bereitstellen, sehen wir genau, wo es hakt. In diesem Fall lag es zum Beispiel nicht an der Technik, sondern an der Abstimmung der Messtechnik und den internen Abläufen.

Die Lösung: Mit dem achttägigen Improvement-Paket wurden die Mitarbeitenden direkt an der Maschine gecoacht und die Messtechnik optimiert. Das Ergebnis war beeindruckend: Der Netto-Bogen-Output ist deutlich gestiegen, die Makulatur konnte signifikant reduziert werden. 

Der Rhythmus der Präzision

Ein Blick in die Praxis: Wie die Coburger Kartonagen neue Performance-Maßstäbe setzt

Das traditionsreiche Verpackungsunternehmen aus Dörfles-Esbach ist seit über 70 Jahren im Geschäft und hat nach einem tiefgreifenden Schnitt im Sommer 2025 und der darauf folgenden Integration in die Nordpack-Gruppe eine beispiellose Transformation vollzogen. Das klare Ziel von Geschäftsführer Andreas Prahl: höchstmögliche Effizienz. Wir zeigen, wie eine sechs Jahre alte Großformat-Anlage der Baureihe Rapida 145 dank Performance Service Products (PSP) genau das erreichen konnte.

Der Neustart: Effizienz als oberste Maxime
Nach einer wirtschaftlich turbulenten Phase und personellen Umbrüchen war die Performance am Standort Coburg spürbar gesunken. Zwar verfügte das Werk mit einer Rapida 145 über eine hochmoderne, für den Verpackungsdruck höhergesetzte Sechsfarben-Anlage mit Lackturm und Auslageverlängerung – doch ihr wahres Potenzial schlummerte weitgehend ungenutzt.

Sofort nach dem Neustart im September 2025 wurde das Performance-Management in Zusammenarbeit mit Koenig & Bauer gestartet. „Wir jagen keine Geister, wir finden Potenziale“ – dieses Credo des Performance Consultants Michael Hallermann von Koenig & Bauer (DE) wurde in Coburg zum täglichen Programm. 

Die Performance-Reise in drei Akten
Der Optimierungsprozess wurde systematisch und datenbasiert aufgesetzt, wobei von Anfang an die Daten der LogoTronic Professional eine zentrale Rolle spielten.

  • September 2025 – Februar 2026

    • 09/2025
      Optimierung Farbmanagement und Datennutzung über LogoTronic

      12/2025 – 02/2026
      Intensiver Speed-Workshop

      • Ziel: Ermitteln von Schwachpunkten an der Maschine
      • Methode: Erstellen eines exakten 'Rüstdrehbuchs' mit den Bedienern, Durchführen konkreter Zeitnahmen, Personaltraining
  • Februar 2026 – Mai 2026

    • Die Gamechanger

      In einem zweiten Workshop identifizierte das Team vier entscheidende Gamechanger:

      • Einsetzen neuer Feuchtwalzen
      • Gezielte Veränderung der Farbrezepturen
      • Drucktechnische Anpassungen (Sonderfarben, Einstellhilfen)
      • Verbesserung der Druckqualität
  • Ab Mai 2026

    • Weiteres Potenzial heben

      • Intensive Auswertung der vorliegenden Zahlen
      • Identifizieren von weiterem Optimierungspotenzial
      • Kontinuierliche Leistungssteigerung

Die nackten Zahlen: Ein Ergebnis der Extraklasse
Die Summe aller optimierten Bausteine – von der Wartung über die Bogeninspektion bis zum Coaching – schlug sich phänomenal in den Leistungsdaten der Rapida 145 nieder. Der aktuelle Stand der Performance-Daten lässt aufhorchen: 

  • Über 20 Prozent Verbesserung im entscheidenden KPI Geschwindigkeit/Leistung
  • Die durchschnittliche Maschinenleistung in den vergangenen Monaten liegt bei ca. 15.000 Bogen/h. Der Anteil der Maschinenleistung über 16.000 Bogen/h wurde von 0 Prozent im Juni 2025 auf über 40 Prozent im April 2026 angehoben
  • Die Produktionsbereitschaft liegt bei herausragenden 96,8 bis 98,8 Prozent 
  • Trotz der drastisch erhöhten Druckleistung hat sich die Qualität deutlich verbessert und rangiert auf absolutem Top-Niveau

Das Resultat im regionalen Vergleich: Drei Monate in Folge – von Februar bis April 2026 – war die Anlage in Coburg die performanteste Maschine im Vergleich mit ähnlichen Maschinen in der gesamten DACH-Region. Die Folgemonate wurden erst nach Redaktionsschluss ausgewertet.

Unter den Top 5 weltweit
Michael Hallermann betreut das Projekt intensiv und berichtet stolz: „Ich habe selten eine Druckerei erlebt, in der alle Beteiligten so extrem mitgezogen haben. Heute spielt diese Maschine unter Berücksichtigung der durchschnittlichen Bruttoproduktion unter den Top 5 weltweit.“

Auch bei den Coburger Kartonagen ist die Begeisterung spürbar, gepaart mit gesundem Ehrgeiz. Michael Schmidt, Leiter Prozessoptimierung und Lean Management, lobt das neu gewonnene, tiefere VerMensch und Maschine im Einklang: Knowhow ist der Schlüssel zu neuen  Performance-Maßstäben wissen der stellv. Abteilungsleiter Tobias Reißenweber und Schichtleiter Andree Volk (vorne) ständnis für die Maschine und die Zusammenhänge: „Wir investieren in unsere Menschen und bilden unsere Mitarbeiter aus. Der Endpunkt des Prozesses ist noch nicht erreicht. Im Moment haben wir etwa 70 bis 80 Prozent davon erreicht, was möglich ist.“ 

Das deckt sich perfekt mit der Vision von Geschäftsführer Andreas Prahl, für den der Erfolg nur ein Ansporn für die Zukunft ist: „Wir sind gut, aber wo können wir noch weitere Potenziale heben? Wir suchen gezielt nach den Details, die uns weiter nach vorne bringen können.“

Der Fall Coburg zeigt eindrucksvoll: Wer bereit ist, bestehende Prozesse zu hinterfragen, Daten konsequent zu nutzen und das Team an der Maschine zu coachen, für den ist das Limit von gestern nur der Startpunkt von heute.